Kirchbauverein Weixdorf e.V.

Kircheninnensanierung

Fenster - Bauabschnitt 1

Das Fenster wird im Bauwesen als Lichtöffnung in einer Wand oder im Dach eines Bauwerkes, sowie dessen wind- und wetterdichter Verschluss bezeichnet. Fenster dienen dabei zur BelichtungBelüftung und Aussicht. Sie dienen zu den Hauptelementen der ästhetischen Gliederung der Fassade und zieren im Idealfall das Äußere als auch das Innere eines Gebäudes.

 

Die Fenster als wind- und wetterdichter Verschluss unser Kirche sollen den Innenraum schützen. Doch ist die klassische Rahmenkonstruktion marode geworden. Wind und Wetter haben ihre Spuren hinterlassen. Anfang 2021 haben wir deshalb Unterstützung beim Tischlermeister und geprüften Restaurator im Handwerk Ulrich Haferland gesucht und unsere Fenster der Kirche bewerten lassen. Sie bestehen aus einer klassischen Rahmenkonstruktion mit Schlitz/Zapfen Verbindungen, mit Holznägeln gesichert. Da die mundgeblasenen Scheiben zum überwiegenden Teil in einer Nut gelagert sind, wurde die Rahmenkonstruktion ursprünglich nicht verleimt. Eine Besonderheit dieser Konstruktion ergibt sich bei der Erneuerung beschädigten Gläser, da der Rahmen komplett zerlegt werden muss. Erst ab der Mitte des 18. Jahrhunderts wurden Fenstergläser in eine Kittfalz gelegt und mit einer Kittfase versehen.

Bei Reparaturen in den letzten Jahrzehnten wurden die Glasnuten praktisch zu Glasfälzen umgearbeitet und die neuen Gläser mit einer Kittfase und Metallstiften befestigt. Auf Grund der Witterungseinflüsse sind Farbschichten beschädigt bzw. nicht mehr vorhanden. Dadurch kam es auch zu starken Rissbildungen an der Holzoberfläche.

Hier wollen wir nun Einhalt gewähren und in Übereinstimmung mit der Kirchgemeindevertretung, haben wir, die Arbeitsgruppe, als 1. Bauabschnitt der Innensanierung, die Restauration der Kirchenfenster verabschiedet. Dabei werden die Fenster der Nord- und Südseite komplett ausgebaut. Die Restauration erfolgt in der Werkstatt des Tischlermeisters/Restaurators, indem die historische Rahmenkonstruktion zerlegt wird. Nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten werden diverse Fehlstellen an Rahmen und Lüftungsflügeln ergänzt und beschädigte Sprossen (und Rahmenteile) erneuert. Es erfolgt eine sachte Reinigung der historisch mundgeblasenen Gläser und deren Ergänzung mit echt Antik Glas an notwendigen Stellen. Die Oberfläche der Holzkonstruktion wird geölt, grundiert und lackiert. Danach erfolgt das Wiedereinsetzen vor Ort und einer Befestigung mit bauzeitlichen Bankeisen.

Die restlichen Fenster auf der Ostseite, sowie die kleinen Fenster am Eingang und Turm unserer Kirche werden vor Ort im eingebauten Zustand aufgearbeitet.

Dazu kommen Schutzmaßnahmen an der Orgel, Gerüstarbeiten und Putz- und Malerarbeiten im Bereich der Fenster, sodass sich die Gesamtbausumme des Bauabschnittes auf rund 60.000 Euro beläuft.

Für uns ist dieser Schritt sehr wichtig, denn alle Anstrengungen und weiteren Bemühungen im Innenraum wären umsonst, wenn die Außenhülle, die Schutzhülle beschädigt ist. Aktuell starten die Gespräche mit den Behörden, Detailabstimmungen zu der denkmalschutzrechtlichen Bewertung der Konstruktion und deren historische Aufarbeitung sowie Fördermöglichkeiten für den Erhalt der historischen Substanz.

Aber wir gehen auch weiter in unsere Vorbereitung für die folgenden Bauabschnitte der Innensanierung. Seit Mitte April untersuchen wir in Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden, das Raumklima unserer Kirche. Es werden Daten zur Temperatur und relativen Luftfeuchte gemessen und ausgewertet. An den Diagrammen kann man, dass Temperatur- und Feuchteniveau der Kirche ablesen und kritische Zustände ablesen. Wichtige Daten für die Auswahl der zukünftigen Heizungsregelung und Wahl der Heizung.

Wir werden Sie weiter über den Fortgang unserer Arbeiten informieren. Schauen Sie bei einer unserer Kirchenveranstaltungen vorbei, sprechen Sie uns an, wenn Sie nähere Informationen zu den Baumaßnahmen wünschen. Unterstützen Sie unseren Kirchbauverein mit Ihrem Wissen, Zeit und der einen oder anderen Spende.

Bericht von Claudia Domnick

Architektin - Arbeitsgruppe Innensanierung - Bauausschuss Kirchgemeinde Weixdorf
Unser erstes Projekt ist die Unterstützung der Finanzierung für den Innenraum der Pastor-Roller-Kirche in Weixdorf.

Im Oktober 2019 wurde eine sondierende restauratorische Untersuchung zur Bestimmung der historischen Architekturfarbigkeit im Innenraum der Kirche auf den Wand- und Deckenflächen erstellt.

Weiterhin fanden Begehungen mit den notwendigen Fachämtern (Untere Denkmalschutzbehörde, Landesamt für Denkmalpflege, Baupfleger Regionalkirchenamt) statt, in denen die baulichen Wünsche und Sachverhalte vorgetragen wurden und deren Umsetzung abgewogen.

Dem Besucher unserer Kirche wird im ersten Moment nicht ersichtlich, dass die Notwendigkeit einer Sanierung besteht. Doch schaut man genauer hin, ob unter die Bänke oder die Emporen hinauf, werden selbst für den Laien bauliche Mängel ersichtlich.

Wir wollen nicht abwarten bis der Putz endgültig von den Wänden rieselt, die Sicherheit der Nutzung nicht mehr gewährleistet ist oder die Kirche lichterloh dasteht. Wir wollen vorher handeln!

Die Hauptthemen der Innensanierung bestehen für:

  • Heizung

  • Barrierefreier Zugang

  • Elektrik

  • Wand – und Deckenbekleidung

  • Restaurierung Bilder und Schriftzüge

  • Fenster und Türen

  • Kirchengestühl

  • Holzböden, Treppen und Aufstiege

  • Absturzsicherung Emporen.

Aktuell wird durch die vom Kirchenvorstand beauftragte Arbeitsgruppe eine Prioritätenliste und die damit verbundenen Bauabschnitte erarbeitet. Unterstützt wird dies durch Architekten und entsprechende Fachplaner.

Die bereits vorliegende Kostenschätzung ermöglicht eine Abwägung und Verfeinerung des Bauablaufs.

Eine genauere Beschreibung der Baumaßnahmen bzw. der Einzelprojekte wird erst mit Beschluss des Kirchenvorstandes und der Freigabe der jeweiligen Behörden erfolgen.

 

                

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